Folgende Riten, Verhaltensregeln oder Kurse prägen unser Miteinander lernen und leben:

1. Wir kennen uns mit Namen

Durch den Umstand, dass beide Schulhäuser sehr klein sind, kennen sich alle mit Namen. Auch das Reinigungspersonal und Fremdlehrer sind bekannt und werden entsprechend gegrüßt.

2. Schulung von Umgangsformen – Mottos zum Leben lernen

Jeden Tag begrüßen die hölzernen Schulkinder Lea und Lukas (die auch von Kinderhand entstanden sind)  Erwachsene wie Kinder unserer Schule und weisen auf Verhaltensregeln hin, die ein Zusammenleben erleichtern.

Eine Auswahl von Ratschlägen, die Lea und Lukas bereit hielten:

  • Dem Sprechenden schaue ich in die Augen.
  • Versuche höflich zu sein! Auch Worte können weh tun!
  • Achte besonders auf die neuen Schulkinder!
  • Geduld beim Warten: Rempeln nicht erlaubt!
  • An Mamas und Papas: Kleine Kinder werden selbstständiger und können schon alleine in das Klassenzimmer gehen
  • Ich verhalte mich leise im Schulhaus, auch wenn ich auf die Toilette gehen
  • Kinder und Erwachsene grüßen!
  • „Danke“ und „Bitte“ helfen dir.

3. Gelbe und Rote Karten

Schulhaus Altstadt
Bei Verstoß gegen Klassenregeln verfahren alle Lehrer dieses Schulhauses nach demselben System: Gleich dem Fußballspiel gibt es Verwarnungen (Gelbe Karte) und Auszeiten (Rote Karte). Je nach Alter der Kinder variiert der Text, der bei der Roten Karte zu Hause zu schreiben sowie zu unterzeichnen ist und am Folgetag vorgelegt werden muss.

Schulhaus Raitenhaslach
Im Schulhaus Raitenhaslach findet folgendes System Anwendung:
Beim Stören des Unterrichts (rausrufen, ratschen… ) gibt es eine Klammer an das Mäppchen. Bei der dritten Klammer wird eine schriftliche Zusatzaufgabe erteilt, die sich aus dem laufenden Unterrichtsstoff ergibt. Die Klammern verbleiben bis zum Ende des Schulvormittags am Mäppchen, so dass auch nachfolgende Lehrer darüber Bescheid wissen und ebenso reagieren können.

Gelbe Karte

Ich habe gerade von meinem Lehrer die Gelbe

Karte erhalten. Durch mein Verhalten eben habe
ich den Unterricht erheblich gestört.

Meinen Mitschülern und meinem Lehrer passt das
nicht

Stopp!!!

Wenn ich mein Verhalten nicht ändere und noch
einmal störe,

bekomme ich eine rote Karte.

Rote Karte

Ich (dein Name) habe heute, den (Datum) von meinem Lehrer die Rote Karte erhalten. Durch mein Verhalten habe ich erneut den Unterricht gestört. Meinen Mitschülern und meinem Lehrer passte das nicht. Nun sitze ich hier und muss über mein Verhalten nachdenken. Dadurch, dass ich ….. machte, habe ich nicht nur meine Mitschüler vom Lernen abgehalten, sondern auch mich selbst. Es ging wertvolle Unterrichtszeit verloren und jeder von uns musste sich erneut konzentrieren. Ich versuche mein Verhalten zu verändern, damit ich den Unterricht ungestört mitverfolgen kann. Das kann ich nur erreichen, wenn ich mir Folgendes fest vornehme:


Mit meiner Unterschrift bestätige ich meinen

Vorsatz, den ich soeben gefasst habe. Ich habe mich auch mit meinen Eltern über meine Rote Karte unterhalten. Sie unterstützen meinen Vorsatz und unterschreiben ebenso unter dem Text.

(Deine Unterschrift) (Unterschrift deiner Eltern)

4. Pausenregeln

Die große Pause verbringen unsere Schüler hinter der Kirche St. Jakob auf dem Kirchenplatz und im Kaplansgarten. Damit die Kinder sicher hin und zurück gelangen, gilt folgendes Regelwerk:

  • Wir stellen uns in 2er-Reihen auf.
  • Wir gehen auf dem Gehweg hintereinander.
  • Ich schaue links-rechts-links und überquere rasch die Straße.
  • Auf dem Pausenhof verhalte ich mich rücksichtsvoll.
  • Der Kaplansgarten ist ein Ort der Ruhe.
  • Höre ich die Glocke stelle ich mich sofort an meinem Treffpunkt an.
  • Ich gehe bis zur Haustüre geordnet.

5. Füreinander da sein – Privilegien einzelner Jahrgangsstufen

  • Jgst. 1: Umweltpaten (z.B. Pflege des Schulbeetes, Umweltprojekte)
  • Jgst. 2: Pate sein für andere
  • Jgst. 3: Büchereidienst, Junior-Ersthelfer
  • Jgst. 4: Pausenhelfer

6. Führung eines Grundschulordners

In einem Ringbuchordner wird für jedes Kind gesammelt, was sein Leben an der Grundschule im positiven Sinn geprägt hat:

  • Schul- und Pausenregeln, Jahrgangsstufenprivileg
  • Urkunden, Auszeichnungen, Teilnahmebescheinigungen
  • Gelungene Schülerarbeiten
  • Individuelle Briefe/Zeugnisse/Nachrichten der Lehrer an dieses Kind
  • Fotos von sportlichen/musischen…Erfolgen
  • Persönliche Stärken- und Schwächenanalysen

Idealerweise beginnt das Grundschulbuch mit dem Tag der Schuleinschreibung (Altstadt / Raitenhaslach und endet mit der Verabschiedung aus der 4. Klasse.

7. Lernen lernen

  • Jgst. 1: störungsfreier Arbeitsplatz, Konzentration, Selbstkontrolle
  • Jgst. 2: Wörterbucharbeit, Markieren von wichtigen Informationen
  • Jgst. 3: Lerntypen, Exzerpieren und Zusammenfassen, Referate
  • Jgst. 4: Vertiefung Referate (Arbeit an der Technik und Präsentation)

8. Jährliche Präventionseinheiten zum Aufbau von Selbstwert und Schutz vor Sexueller Gewalt

  • Jgst. 1: „Ich gehöre nur mir“
  • Jgst. 2: „Ich und meine Gefühle“
  • Jgst. 3: „Meine Grenze – deine Grenze“
  • Jgst. 4: „Gute Geheimnisse – schlechte Geheimnisse“

Jedes Kind unserer Schule durchläuft alle 4 Themeneinheiten. Diese Angebote werden veranstalten von „Frauen helfen Frauen e.V. Burghausen“, finanziert vom Förderverein.

Die Einheit der 4. Jgst. findet immer in zeitlicher Nähe zum verpflichtenden Sexualkundeunterricht statt.

Schulentwicklungsprogramm
Schulentwicklungsprogramm
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Details
  • Wir kennen uns mit Namen

  • Schulung von Umgangsformen

  • Gelbe und Rote Karten

  • Pausenregeln

  • Füreinander da sein

  • Führung eines Grundschulordners

  • Lernen lernen

  • Ich bin stark - Prävention